Z wie … Zynismus

Geht der Sinn dir einmal flöten,
bist du bald in Nöten,
Zynismus gibt dem Leben Würze,
wird zum Partner dir in Kürze.

Der fehlende Sinn – also Sinn-Losigkeit – ist allgegenwärtig. Mal abgesehen davon, dass wir wider besseren Wissens unseren Lebensraum zerstören (aber dafür immer gute Argumente finden wie z.B. Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum … ), oder lieber endlos debattieren statt anzupacken (das können Politiker richtig gut), oder der wohlgenährte Teil der Erdbevölkerung immer mehr denn sich pandemisch ausweiteten Zivilisationskrankheiten (=Wohlstands-Krankheiten –> Wohlstand macht also krank) zum Opfer fällt während der andere Teil der Erdbevölkerung am Mangel leidet …

… während sich also der Sinn dieser (und vieler weiterer Fälle) dem Verständnis eines (Nach-)Denkers entzieht, zeigen sich parallel die unerschöpflichen Einsatzmöglichkeiten von gepflegten Zynismus.
Zynismus macht (vordergründig) erträglich, woran die Seele krankt. Victor Frankl sagte einst: “Der Seele Heimat ist der Sinn”. Wenn dem so ist, haben unsere Seele nicht mehr viel Heimat auf diesem Planeten. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum so viele Menschen (vor allem in der “1. Welt”) erkranken, leiden, an Körper, Geist und Seele … es fehlt der Sinn!
Zynismus vermag diesen Mangel nicht auszugleichen.
Zynismus ist wie ein Krücke. Sie hilft zu gehen, doch sie heilt nicht.
Zynismus ist eine Art Eindämmungsfeld, welches die Wut über die Sinnlosigkeit zurückdrängt, ein loderndes Feuer einkesselt.
Zynismus ist eine fatale (und unechte) Überlebensstrategie.
Eine Zeit lang mag Zynismus helfen, doch früher oder später bahnt sich das Feuer seinen Weg, bricht die Wut (in unterschiedlichsten Formen) durch. Ein verzehrendes Feuer … nicht mehr zu kontrollieren … das sich gegen den richtet, der es erschaffen hat … ein unersättlicher Energiefresser … manche nennen das dann Burnout.

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