Selbstwert ohne wenn und aber …

Es hat doch was Gutes, wenn der eigene Selbstwert nicht von der Meinung anderer abhängig ist, wenn man sich von “beiläufigen Bemerkungen” nicht ins Boxhorn jagen läßt und gleich zum Schönheitschirurgen läuft, nur weil mal jemand meint, man/frau sei heute auch nicht mehr ganz taufrisch.
Selbswert(voll) ohne wenn und aber … und vor allem unabhängig äußerer Zustimmung. Oder anders gesagt: autark in der ich-über-mich-Meinungsfindung.

So weit – so gut.

ABER nicht so einfach. Ohne dem Regulativ der äußeren Meinung besteht die Gefahr, bei der Selbstwahrnehmung abzugleiten. Sie zu verirren in einem verzerrten Selbstbild. Verzerrt in jegliche Richtung: von selbstherrlicher Überschätzung über Arroganz bis zu dem dunkelsten Schwarz an Düsternis und alles-mies.

Es gilt die Balance zu finden, zwischen der Fahne im Wind, die jedes Lüftchen in eine andere Richtung lenkt, und dem Feld in der Brandung, der allen Gezeiten widersteht.

Auf sich selbst hören und auf andere. Die Vielfalt der Meinungen (und es handelt sich immer nur um subjektive Meinungen, niemals um eine objektive Wahrheit) vereinen und vielleicht erspähen wir im Laufe der Zeit einen kurzen Blick auf den Edelstein, der wir sind, reicher an Facetten als wir wahrzunehmen vermögen.

 

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