Unschuld (Raeven Lesley)

 
Zu wissen zu sein –
Und doch nur ein Traum zu sein
Im Herzen unerfüllt
Weil unberührt
 
Wartend auf einen Augenblick ungewiss,
auf eine Berührung unbekannt,
wartend auf das das Kind sie verlässt
die Frau erwacht
jenseits der Unschuld
weil vom Leben berührt –
und deshalb schuldig.
 
Von Widersprüchen erfüllt,
weil nun nichts mehr sein darf wie zuvor,
keine Berührung mehr unbedarft,
kein Lächeln nur Freude,
kein Wort gedankenlos,
weil die Unschuld verloren,
die Reinheit zerstört.
 
Hinter Mauern verborgen der Freiheit beraubt,
auf ewig an sich zweifelnd,
in der Schuld gefangen,
das Leben der Unschuld,
die einmal berührt.
 
Zu wissen zu träumen,
was zu leben nicht möglich,
im Herzen erfüllt,
weil geschützt und verborgen,
die Seele der Unschuld,
die nicht mehr sein darf,
weil einmal berührt.
 
(Raeven Lesley)
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