Verloren im Licht (Raeven Lesley)

 
Es ist nur ein Lichtstrahl,
der sich durch einen Spalt zwängt,
um nicht an Wänden zu zerbrechen,
den Weg sucht zu bestehen,
zu sein – um das Dunkel ringsum zu erhellen.
 
Weiches, warmes Licht,
an dessen Grenzen die Dunkelheit,
die Dimension des Undurchdringlichen erreicht,
ungewiss, was dahinter,
unbestimmt, ob außer dem Licht noch anderes existiert.
 
Es ist ein Licht, das mich umhüllt,
mich erleuchtet,
mich durchdringt,
mich in sich aufnimmt,
meine Konturen auflöst,
ganz so, als wolle es fragen:
Bist du?
Oder bist du nur ein Traum,
ein Trugbild,
verloren im Licht?
 
Fast möcht’ ich verweilen,
auf ewig in diesem Licht,
der Welt, der Zeit entrückt,
in einem Augenblick gefangen,
 
wär’ da nicht der Schatten deiner Hand auf meinem Körper,
der Hauch deiner Berührung,
die Wärme in meinem Herzen,
der Wunsch, dies Licht möge auch dich berühren.
  
Wär’ all dies nicht,
würd’ ich verharren im Licht,
das mich berührt wie der sanfte Kuss des Lebens,
wie nur du mich zu berühren vermagst,
und wärst du nicht bei mir,
würd’ ich zweifeln,
ob ich bin,
oder bin nur ein Traum,
ein Trugbild,
verloren im Licht.
 
(Raeven Lesley)
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