Wandelbare Gemüsesuppe (für 3-4 Personen [1] , Zubereitungszeit ca. 30-45 min)

Wir starten damit einen Topf mit 2 l Wasser zu füllen. Auf den Herd und Flamme an. Bis das Wasser sich erwärmt, kannst Du das Gemüse vorbereiten.

1 Bund Suppengrün á 400 g[2] schälen, in gleich große Stücke (Scheiben) schneiden und ab in den Topf damit. Dann eine Handvoll Tiefkühlerbsen dazu geben. Gut passt auch noch Stangensellerie (ca. 3 Stangen) dazu [3].

Wenn das Wasser zu kochen beginnt (merkt man an den aufsteigenden Blasen) Suppenwürze [4] dazu geben und kräftig umrühren.

Aufkochen lassen und die Augen dabei offenhalten. Es kocht meist schneller über als man glaubt. Einmal kräftig aufwallen lassen und dann die Hitze auf die Hälfte reduzieren. [5]

Jetzt können noch Gewürze beigefügt werden. Ich empfehle Petersilie (frisch, tiefgekühlt oder gefriergetrocknet). Lecker ist auch Koriander oder Liebstöckel (letzteres allerdings schwer zu bekommen). Weiters 1 gestrichener Teelöffel Curcuma [6+7] beigeben. 
Je nach persönlichen Vorlieben und Jahreszeit, kann hier auch 1 Thymian (im Winter, mit Erdäpfeln und getrockneten Steinpilzen) geniale Geschmackserlebnisse entfachen. Kreativität ist gefragt bei der wandelbaren Gemüsesuppe.

Je nach Schnittgröße und Gemüsesorte darf unsere Suppe nun eine Zeitlang vor sich hin köcheln. Bitte hier den Energiespartipp [5] beachten. Zwischendurch immer mal nachschauen, ob das Gemüse schon bissfest ist. Dafür 1 Stück mit einer Gabel herausfischen. Längst es sich leicht in der Mitte teilen, ist die Suppe fertig.

Serviert in einer Schale, verfeinert mit Schnittlauch, Petersilie oder feinen Ringen aus Jungzwiebelgrün, ist die Basismahlzeit fertig. Wer mag, kann auch Backerbsen, Semmelwürfel oder geröstete Schwarzbrotwürfel[8] dazu reichen. Und wer’s deftiger haben möchte, kann kurz vor Ende der Kochzeit Rahm (oder für Veganer das Soja-Äquivalent) hinzufügen. Serviert mit Brot und/oder Gebäck. Auf die Plätze, fertig … genießen.

Hier noch ein paar Variationen für mehr Abwechslung:

  • Wenn die Suppe fertig ist, alles mit dem Pürierstab fein mixen, vielleicht in einem Glasschüssel anrichten, mit  gehackten Kräutern bestreuen
  • Wer’s gerne deftig mag, kann auch Würstel dazu reichen. Entweder mit kochen (Debreziner, Frankfurter) oder  eine Bratwurst zur Cremesuppe reichen
  • Für eine dicke Gemüsecreme (super zu Nudeln oder auch zum Dippen) einfach die halbe Menge Wasser verwenden

Mahlzeit!

… gerne stelle ich das Foto Deiner „Wandelbaren Gemüsesuppe“ hier zum Rezept dazu.

Alle Zutaten auf einen Blick:

  • 1 Bund Suppengrün (ca. 300 g)
  • 1 Handvoll TK-Erbsen (ca. 100 g)
  • 3 Stängel Stangensellerie
  • Suppenwürze (für 2 l Suppe)
  • Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, …)
  • Zum Verfeinern: Backerbsen, Semmelwürfel, Rahm, …

Erläuterungen:

[1] „Normalerweise“ rechnet man pro Person ¼ Liter Suppe. Jedoch gibt es auch Suppenliebhaber (wie mich), die pro Person ½ Liter planen.

[2] Gibt’s in fast jedem Supermarkt in unterschiedlichen Mengen (250 g und mehr). Enthält Karotten, gelbe Möhren, Petersilienwurzel und Sellerie.

[3] Generell kann beim Gemüse wandelbare Vielfalt gelebt werden. Es passen Erdäpfel (speckige oder mehlige) genauso dazu wie Kohlrabi, Karfiol, Kohlsprossen … wichtig ist, dass die verwendeten Gemüsesorten beim Kochen eine ähnliche Festigkeit behalten (wie die bisher erwähnten). Im Sommer kann die Suppe auch mit Paradeiser, Melanzani, Zucchini und anderen Sommergemüsen gekocht werden.

[4] Suppenwürze, weitläufig unter dem Namen „Suppenwürfel“ bekannt, gibt es in vielen unterschiedlichen Qualitäten. Von Granulat über gepresste Quader bis eingedickt in Töpfen … ähnlich viele Unterschiede gibt es bei der Qualität. Mein Tipp: es lohnt sich der Weg in die Reformabteilung. Dort gibt es meist die „großen Gebinde“ mit 300 g und mehr in Dosen, Gläsern etc. die viel an natürlichen Inhaltsstoffen (Gemüse, Kräuter …) und wenig bis gar nichts an Zusatzstoffen (Geschmacksverstärker, Farbstoffe, …) enthalten. Preislich zwar etwas teurer, aber alles nur eine Frage der eigenen Wertigkeit. Dosierangaben findest Du auf der Verpackung.

[5] Elektroherde haben hier den Vorteil, dass die Platten länger heiß bleiben als z.B. beim Gasherd. D.h. es ist möglich, bereits vor Ende der Kochzeit (im letzten Drittel) die Platte komplett abzuschalten und mit der sogenannten Restwärme zu kochen. Spart Energie.

[6] Curcuma, auch Gelbwurz genannt, ist eines der Basisgewürze für Curry und verleiht Spesen ein goldiges Aussehen. Passt sehr gut zu Gemüsegerichten aller Art und ist – sagen einige Ernährungsphilosophien    auch eine Wohltat für das menschliche Verdauungssystem.

[7] Was ist ein gestrichener Teelöffel? Also, man füllt eine Tee- oder Kaffeelöffel (keine Mokka-Löffel,  das sind die ganz kleinen ;-) ) mit dem Gewürz und nimmt dann ein Messer und streicht mit dem Messerrücken am Löffel entlang und entfernt somit alles, was über den Löffelrand hinausragt. Idealerweise macht man das über einem Gefäß, weil insbesondere Curcuma geniale Färbeeigenschaften hat (gelb!!!)

[8] Geröstete Schwarzbrotwürfel: altes Schwarzbrot in Würfel mit einer Kantenlänge von ca. 1 cm schneiden. Dann etwas Fett in einer Pfanne erhitzen. –> Etwas Fett lässt sich am leichtesten so erklären: nimm einen Margarinewürfel, wickle 1 Seite frei und schmiere mit dieser Fläche die Pfanne ein. Bei den modernen Antihaftbeschichteten Pfannen genügt das. Für Öle gilt dasselbe. Nur ganz wenig den Boden benetzen. Ich gieße dafür etwas Öl (flächenmäßig so groß wie eine 1-Euro-Münze) in die Pfanne und verteile das dann mit einem Blatt Küchenrolle, das ich vorher zusammen gefaltet habe.

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