F wie … Freude

Freude ist bedingungslos.
Freude ist unabhängig von Dingen, Menschen oder Orten.
Freude braucht keine äußeren oder inneren Erfüllungsbedingungen.

Freude ist im Hier und Jetzt – niemals in der Vergangenheit.
Freude ist … ohne Wenn und Aber.
Freude bedeutet Sein.

Freude kann nicht nebenbei existieren, sich ihren Platz mit Angst, Wut oder irgendeiner anderen Emotion teilen.
Freude ist total, absolut, 100%.
Freude ist die Verbindung mit sich selbst, der Schöpfung, widerspruchslos, Annahme und Hingabe.

Freude ist tief in jedem Menschen, doch viele haben das vergessen. Ihre Empfindungen sind nur mehr Schatten der wahren Freude – und auch dieser Schatten lebt in Abhängigkeit von Erfüllungsbedingungen.

Freude kann nicht neben dem Ego existieren. Das Ego wertet, vergleicht, teilt unsere Welt in Gut und Schlecht, trennt uns von unserem wahren Sein – und hilft uns innerhalb unserer Gesellschaft und der von ihr geschaffenen Welt zu überleben.
Das Ego ist eine von uns geschaffene Illusion.
Freude ist unser wahres Sein.

Ein Augenblick der Freude ist zeitlos, grenzenlos … frei.

Freude ist in uns, immer und überall. Es gilt nur sich daran zu erinnern und aufzuhören, etwas anderes zu sein. Es gibt nichts zu lehren oder zu lernen.
Freude ist … wenn wir sie nicht daran hindern … unser natürlicher Zustand.

Veröffentlicht unter Philosopherl | 337 Kommentare

Farewell (Raeven Lesley)

 
Wo die Sonne den Horizont berührt,
wo der Tag sich mit der Nacht vereint,
wo die Schatten verglühen,
dort werden wir uns wieder sehen,
und es wird nicht ein Tag vergangen,
nicht eine Stunde verstrichen,
nicht ein Augenblick gewesen sein,
an dem ich nicht gewünscht hätte,
dort bei dir zu sein,
dort,
wie die Träume die Realität einholen,
wo weder Raum noch Zeit existieren,
wo die Unendlichkeit im Nirgendwo,
und die Ewigkeit im Nirgendwo entspringt,
wo nichts mehr von Bedeutung ist,
außer Liebe,
dort werden wir uns wieder sehen,
wenn die Sonne den Horizont berührt.
 
(Raeven Lesley)
Veröffentlicht unter Sinn.Reich | Hinterlasse einen Kommentar

W wie … Wachstum

Wachstum, das magische Wort. Im ganzen Universum gibt es nichts, das endlos wächst, expandiert … glaubt man den Physikern – nicht mal das Universum.
ABER es gibt eine Ausnahme: die Wirtschaft. Zumindest wird das erwartet. Die Wirtschaft soll jedes Jahr wachsen. Immer weiter, immer weiter. Muss sie ja wohl, weil es immer mehr Menschen gibt, die zu versorgen sind
ABER wir produzieren schon jetzt mehr, als wir brauchen und – ganz ehrlich – auf viel zu viele Dinge, die wir nicht brauchen und wegwerfen.
ABER wir müssen konsumieren, weil die Wirtschaft sonst ja nicht wachsen kann. Daher sorgt das System dafür, dass uns gerade soviel Geld zur Verfügung steht, damit wir brave Konsumenten bleiben welche die Wirtschaft weiter wachsen lassen. In unseren Kästen, Kellern, Dachböden usw. stapeln sich die Konsumartikel, die Schuldenberge wachsen weltweit, (zumindest im Westen) essen sich die Menschen am Überfluss zu Tode … doch die Wirtschaft wächst weiter!

Nichts auf diesem Planeten wächst ewig. Selbst bei Mammutbäumen ist irgendwann Schluss, weil ganz einfach das Wasser nur bis zu einer bestimmten Höhe im Stamm transportiert werden kann.
Das Leben funktioniert in Kreisprozessen. Anfang – Wachstum – Abstieg – Ende und Neuanfang …
Zu glauben, die Wirtschaft würde ewig weiter wachsen und uns alle (oder zumindest die die daran verdienen) glücklich machen, ist eine Verblendung des Ego (ja, das Ego schon wieder). Dennoch versuchen wir krampfhaft, die Verblendung wahr werden zu lassen und nehmen dafür Umweltzerstörung, Krankheit und genau genommen unsägliches Leid in Kauf, das Leid von jenen (ob Mensch, Tier oder Pflanze) die sterben müssen um das Wachstum weiter zu treiben.

Aber Besinnung oder gar freiwilliger Verzicht und Beschränkung auf das, was wir wirklich brauchen, das war noch nie so wirklich des Menschen Stärke. So tut er denn weiterhin, was er schon immer getan hat: an Wunder glauben! Oder ewiges Wirtschafts-Wachstum.

 

Veröffentlicht unter The Jester | 219 Kommentare

Z wie … Zynismus

Geht der Sinn dir einmal flöten,
bist du bald in Nöten,
Zynismus gibt dem Leben Würze,
wird zum Partner dir in Kürze.

Der fehlende Sinn – also Sinn-Losigkeit – ist allgegenwärtig. Mal abgesehen davon, dass wir wider besseren Wissens unseren Lebensraum zerstören (aber dafür immer gute Argumente finden wie z.B. Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum … ), oder lieber endlos debattieren statt anzupacken (das können Politiker richtig gut), oder der wohlgenährte Teil der Erdbevölkerung immer mehr denn sich pandemisch ausweiteten Zivilisationskrankheiten (=Wohlstands-Krankheiten –> Wohlstand macht also krank) zum Opfer fällt während der andere Teil der Erdbevölkerung am Mangel leidet …

… während sich also der Sinn dieser (und vieler weiterer Fälle) dem Verständnis eines (Nach-)Denkers entzieht, zeigen sich parallel die unerschöpflichen Einsatzmöglichkeiten von gepflegten Zynismus.
Zynismus macht (vordergründig) erträglich, woran die Seele krankt. Victor Frankl sagte einst: “Der Seele Heimat ist der Sinn”. Wenn dem so ist, haben unsere Seele nicht mehr viel Heimat auf diesem Planeten. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum so viele Menschen (vor allem in der “1. Welt”) erkranken, leiden, an Körper, Geist und Seele … es fehlt der Sinn!
Zynismus vermag diesen Mangel nicht auszugleichen.
Zynismus ist wie ein Krücke. Sie hilft zu gehen, doch sie heilt nicht.
Zynismus ist eine Art Eindämmungsfeld, welches die Wut über die Sinnlosigkeit zurückdrängt, ein loderndes Feuer einkesselt.
Zynismus ist eine fatale (und unechte) Überlebensstrategie.
Eine Zeit lang mag Zynismus helfen, doch früher oder später bahnt sich das Feuer seinen Weg, bricht die Wut (in unterschiedlichsten Formen) durch. Ein verzehrendes Feuer … nicht mehr zu kontrollieren … das sich gegen den richtet, der es erschaffen hat … ein unersättlicher Energiefresser … manche nennen das dann Burnout.

Veröffentlicht unter Burnie Ash | 357 Kommentare

Was bedeutet Zeit? (Raeven Lesley)

 
Was bedeutet Zeit, wenn meine Gedanken bei dir sind?
Was bedeutet Zeit, wenn mein Herz in deinem schlägt?
Was bedeutet Gegenwart denn mehr als ein warten auf die Zukunft?
Was bedeuten Ereignisse, die ohne dich geschehen?
 
Was bedeutet Leben, wenn es vorüberzieht wie ein langer ruhiger Fluss,
wie ein Blatt im Wind ohne Weg und Ziel,
ein endlos anmutendes Warten?
Was bedeutet Leben ohne doch?
 
Hoffnung – weil ich weiß, es gibt dich?
 
Freude – weil ich fühle, es geht dir gut?
 
Glück – weil ich hoffen kann, dich irgendwann wieder zu sehen?
 
Mag die Zukunft noch ein Traum,
und die Vergangenheit verblassende Erinnerung sein,
mag die Gegenwart uns auch trennen,
Liebe überwindet Raum und Zeit – und manchmal auch die Ewigkeit!
 
(Raeven Lesley)
Veröffentlicht unter Sinn.Reich | 433 Kommentare

S wie … Sinn

Mit dem Sinn ist das so eine Sache. Was macht Sinn? Was von dem, das wir täglich tun, macht tatsächlich Sinn?
Das Meiste erfüllt einen Zweck: es bringt Geld, Erfolg, Anerkennung, Nutzen … für uns oder andere … doch macht es Sinn?
Victor Frankl sagte mal: “Der Seele Heimat ist der Sinn”.  Wie viele von uns sind in Wirklichkeit auf der Suche nach dem Sinn des eigenen Lebens? Und wie viele belügen sich dabei selbst? Wie viele erliegen der Selbsttäuschung vermeintlicher “Sinnmacher”, die in Wahrheit doch nur “zweckmäßig” sind?

Macht es Sinn, den Sinn zu suchen? Oder liegt der Sinn darin, keinen Gedanken an den Sinn zu verschwenden sondern einfach zu sein, hier und jetzt?
Es gibt Befürworter für beide Positionen - und jede Menge Facetten dazwischen.
Kaum etwas beschäftigt die Menschheit schon so lange wie die Frage nach dem Sinn. Sprachlich betrachtet hat der Sinn mit den Sinnen zu tun. Vielleicht genügt es, seine Sinne zu gebrauchen, um den Sinn zu erkennen?
Doch gebrauchen wir unsere Sinne wirklich? Sehen wir was ist? Oder sehen wir nur, was unsere Konditionierungen/Programme/Filter/Prägungen/etc. uns erlauben zu sehen? Entzieht sich der Sinn unserer Wahrnehmung, weil wir unsere Sinne nicht im ursprünglichen Sinn verwenden?
Es heißt, der Mensch sieht, was er sehen will. Ich sage, der Mensch sieht, was sein Ego ihm zu sehen erlaubt. Doch das mit dem Ego ist eine andere Geschichte ;-)

 

Veröffentlicht unter Philosopherl | 344 Kommentare

Die Wunderbare Welt des Wah(re)n.Sinns von A-Z …

.. gibt’s ab sofort. Gesammelte Gedanken einer Reise kreuz und quer durch das Leben (und Universum).

 

Veröffentlicht unter Philosopherl | 368 Kommentare

Tears in rain (Raeven Lesley)

 
Ich sehe,
Was nur wenige wissen,
und sehe dich an,
und ich sehe in dich hinein,
durch dich hindurch,
und über dich hinaus.
 
Ich sehe Gedanken,
Erinnerungen,
Gefühle,
ich sehe Freude,
ich sehe Schmerzen,
Einsamkeit –
Und Angst.
 
Ich sehe Fragen,
und Zweifel,
ein Hoffen und Suchen,
ein Labyrinth,
ein Kind, das sich versteckt,
auf der Suche nach Geborgenheit.
 
Ich sehe Momente, die gingen,
und Momente, die kommen werden,
ich sehe Schönheit.
 
Ich sehe,
dass all dies verloren sein wird,
die Erinnerung an dich nicht du selbst,
wenn du gehst,
ohne je du selbst gewesen zu sein,
verloren … wie Tränen im Regen.
 
(Raeven Lesley)
Veröffentlicht unter Sinn.Reich | 869 Kommentare

Unschuld (Raeven Lesley)

 
Zu wissen zu sein –
Und doch nur ein Traum zu sein
Im Herzen unerfüllt
Weil unberührt
 
Wartend auf einen Augenblick ungewiss,
auf eine Berührung unbekannt,
wartend auf das das Kind sie verlässt
die Frau erwacht
jenseits der Unschuld
weil vom Leben berührt –
und deshalb schuldig.
 
Von Widersprüchen erfüllt,
weil nun nichts mehr sein darf wie zuvor,
keine Berührung mehr unbedarft,
kein Lächeln nur Freude,
kein Wort gedankenlos,
weil die Unschuld verloren,
die Reinheit zerstört.
 
Hinter Mauern verborgen der Freiheit beraubt,
auf ewig an sich zweifelnd,
in der Schuld gefangen,
das Leben der Unschuld,
die einmal berührt.
 
Zu wissen zu träumen,
was zu leben nicht möglich,
im Herzen erfüllt,
weil geschützt und verborgen,
die Seele der Unschuld,
die nicht mehr sein darf,
weil einmal berührt.
 
(Raeven Lesley)
Veröffentlicht unter Sinn.Reich | 461 Kommentare

Traumtänzerin (Raeven Lesley)

 
Ich träumte zu tanzen,
zu schweben,
schwerelos,
gleich einem Vogel hoch in den Lüften zu fliegen,
gleich einem Schmetterling im Wind zu treiben,
auf einem Sonnenstrahl zu reisen,
von Licht durchflutet, durchdrungen,
das Licht zu atmen,
in Wärme aufgelöst zu schweben.
 
Ich träumte zu tanzen,
unbeweglich – geborgen in deiner Umarmung,
nur deine Berührung, deine Wärme zu spüren,
mein Herz schient schwerelos gleich einem Schmetterling,
frei gleich einem Vogel,
kein Schatten trübte das Licht,
ich träumte zu tanzen,
in deinen Armen zu schweben,
lange noch,
nachdem ich längst erwachte.
 
(Raeven Lesley)
Veröffentlicht unter Sinn.Reich | 310 Kommentare